Jeden Monat schickt die Steuerberatung die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA). Sie ist das wichtigste Steuerungsinstrument und zeigt finanzielle Lage, Rentabilität und Kostenentwicklung lange vor dem Jahresabschluss.
Was die BWA ist: die DATEV-BWA 01
Die BWA entsteht automatisch aus den gebuchten Belegen des Monats. Am verbreitetsten ist die Standardform DATEV-BWA 01. Sie zeigt in Spalten die Werte des aktuellen Monats (in Euro und in Prozent der Leistung) und die kumulierten Werte seit Beginn des Geschäftsjahres.
Die wichtigsten Zeilen auf der Ertragsseite
Die Auswertung beginnt mit den Umsatzerlösen. Mit Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen ergibt sich die Gesamtleistung. Nach Abzug des Materialaufwands bzw. Wareneinsatzes erhalten Sie den Rohertrag, der die Marge des Kerngeschäfts zeigt.
Betriebliche Kosten: Personal, Räume und Werbung
Der Block Gesamtkosten gliedert die Aufwendungen: Personalkosten (einschließlich Arbeitgeberanteilen), Raumkosten (Miete, Nebenkosten), Werbe- und Reisekosten, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen (Versicherungen, Software, Beratung).
Vorläufiges Ergebnis
Die Zeile Betriebsergebnis zeigt das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern, die letzte Zeile Vorläufiges Ergebnis das vorläufige Ergebnis nach Zinsen und Ertragsteuern, sofern diese bereits gebucht sind. Banken verlangen bei Kredit- oder Leasinganfragen die BWA der letzten drei bis sechs Monate zusammen mit der Summen- und Saldenliste (SuSa), um die Kreditwürdigkeit zu beurteilen.
Was Sie prüfen sollten
- Den Rohertrag jeden Monat prüfen, um die Marge der Leistungen zu kontrollieren.
- Den Anteil der Personalkosten am Umsatz verfolgen, der für die Liquidität entscheidend ist.
- Die tatsächlichen Kosten mit dem geplanten Budget vergleichen.
- Monatliche BWA und SuSa für Banken und Investoren aufbewahren.
Beispielsituation
Der Inhaber einer Agentur bemerkt in der BWA einen Anstieg der sonstigen Kosten um 18 %, findet ungenutzte kostenpflichtige Software-Abos und passt das Budget noch vor Quartalsende an.
Der nächste Schritt
Wer die BWA lesen kann, steuert die Rentabilität monatlich und nicht erst mit dem Jahresabschluss.
Offizielle Informationen zum Thema
- ELSTER: steuerliche Erfassung bei der Unternehmensgründung
- Bundesfinanzministerium: Rechnungen, E-Rechnung und Steuern
Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.