Das deutsche Mietrecht schützt Mieterinnen und Mieter umfassend. Trotzdem nehmen manche Vermieter Klauseln in den Vertrag auf, die zu deutlich höheren Kosten führen oder Ihre Mobilität einschränken können.
Staffelmiete und Indexmiete
Bei einer Staffelmiete stehen die Erhöhungen der Grundmiete mit Datum und Betrag schon für mehrere Jahre im Vertrag. Bei einer Indexmiete folgt die Miete dem Verbraucherpreisindex. In Zeiten hoher Inflation kann eine Indexmiete innerhalb weniger Jahre um 10 bis 15 % steigen.
Kündigungsverzicht
Häufig enthalten Verträge einen Kündigungsverzicht für die ersten ein, zwei oder bis zu vier Jahre. Müssen Sie die Stadt oder die Stelle wechseln, können Sie ohne Zustimmung des Vermieters nicht vorzeitig ausziehen und zahlen weiter Miete.
Schönheitsreparaturen
Viele Musterverträge enthalten veraltete starre Klauseln, etwa Decken und Wände alle drei Jahre zu streichen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist eine Pflicht zu Schönheitsreparaturen unwirksam, wenn die Wohnung unrenoviert übergeben wurde und dafür kein angemessener Ausgleich gezahlt wurde.
Kleinreparaturklausel
Mieter können verpflichtet werden, kleine Reparaturen an Wasserhähnen, Schaltern oder Schlössern zu bezahlen. Eine solche Klausel ist aber nur wirksam, wenn sie zwei Grenzen enthält: einen Höchstbetrag je Reparatur von etwa 100 bis 120 € und eine jährliche Obergrenze von etwa 8 bis 10 % der Jahreskaltmiete.
Was Sie prüfen sollten
- Prüfen, ob der Vertrag Klauseln zu regelmäßigen Erhöhungen enthält (Indexmiete oder Staffelmiete).
- Darauf achten, dass kein Kündigungsverzicht von mehr als einem Jahr vereinbart ist, wenn Sie flexibel bleiben müssen.
- Im Übergabeprotokoll prüfen, ob die Wohnung renoviert übergeben wurde.
- Die Grenzen der Kleinreparaturklausel mit der Rechtsprechung abgleichen.
Beispielsituation
Eine Anwältin entdeckt im Vertragsentwurf eine unwirksame Klausel zu Schönheitsreparaturen beim Auszug aus einer unrenoviert übergebenen Wohnung und erreicht, dass sie vor der Unterschrift gestrichen wird.
Der nächste Schritt
Lesen Sie das Kleingedruckte sorgfältig; unwirksame Klauseln gelten nicht, führen aber beim Auszug oft zu langwierigen Streitigkeiten.
Offizielle Informationen zum Thema
- Deutscher Mieterbund: Rechte von Mieterinnen und Mietern
- § 551 BGB: Höhe und Zahlung der Mietkaution
- Make it in Germany: Wohnen und Anmeldung
Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.