Nach der Probezeit ist eine Kündigung in Deutschland schwierig. Das Arbeitsrecht schützt Beschäftigte über das Kündigungsschutzgesetz (KSchG), das strenge Verfahren und Begründungen verlangt.
Geltungsbereich des KSchG und Kleinbetriebe
Das KSchG schützt Beschäftigte, die länger als sechs Monate im Betrieb sind, wenn in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt werden (Teilzeitkräfte werden anteilig gezählt). In Kleinbetrieben bis zehn Beschäftigte gilt der Kündigungsschutz nicht, eine Kündigung darf aber nicht diskriminierend oder sittenwidrig sein.
Die drei zulässigen Kündigungsgründe
Gilt das KSchG, ist eine Kündigung nur aus drei sozial gerechtfertigten Gründen möglich: betriebsbedingt (Schließung einer Abteilung, Auftragsrückgang, mit Sozialauswahl), personenbedingt (etwa lange Krankheit ohne Aussicht auf Besserung) und verhaltensbedingt (wiederholte Pflichtverletzungen).
Die Rolle der Abmahnung
Einer verhaltensbedingten Kündigung muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen; nur bei besonders schweren Verstößen ist sie entbehrlich. Zum Nachweis wird sie schriftlich erteilt. Darin beschreibt der Arbeitgeber den konkreten Verstoß (Datum, Uhrzeit, Inhalt), rügt ihn und kündigt ausdrücklich an, dass eine Wiederholung zur Kündigung führt.
Schriftform und Klagefrist von drei Wochen
Eine Kündigung ist nur in Papierform mit Originalunterschrift wirksam (§ 623 BGB); eine Kündigung per E-Mail, Fax oder Messenger ist unwirksam. Beschäftigte können innerhalb von drei Wochen nach Zugang Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben.
Was Sie prüfen sollten
- Anhand der tatsächlichen Beschäftigtenzahl prüfen, ob das KSchG gilt.
- Bei Pflichtverletzungen eine begründete schriftliche Abmahnung erteilen.
- Die Kündigung auf Papier gegen Empfangsbestätigung oder per Boten mit Protokoll übergeben.
- Die gesetzliche oder vertragliche Kündigungsfrist einhalten.
Beispielsituation
Eine Führungskraft erteilt einem Mitarbeiter zwei schriftliche Abmahnungen wegen versäumter Projektfristen; im späteren Verfahren kann das Unternehmen damit die Kündigung begründen.
Der nächste Schritt
Eine Kündigung in Deutschland erfordert sorgfältige Dokumentation, Schriftform und die Einhaltung aller Schutzrechte der Beschäftigten.
Offizielle Informationen zum Thema
- BMAS: Arbeitsrecht, Arbeitsverträge und Kündigungsschutzgesetz
- Make it in Germany: Unternehmensgründung
Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.