Mit einem Franchise können Sie ein Unternehmen nach einem erprobten Geschäftsmodell und mit bekannter Marke starten. Erfolg in anderen Ländern garantiert aber keine Rentabilität auf dem vorsichtigen deutschen Markt.
Die finanziellen Pflichten der Franchisenehmer
Üblich sind eine einmalige Eintrittsgebühr, laufende monatliche Gebühren vom Umsatz (Franchisegebühr, oft 3 bis 10 %) und ein Beitrag zum gemeinsamen Werbefonds. Sie sollten genau wissen, welche Leistungen und welche Unterstützung die laufende Gebühr umfasst.
Vorvertragliche Aufklärung
Ein eigenes Franchisegesetz gibt es in Deutschland nicht. Nach der Rechtsprechung muss der Franchisegeber vor Vertragsschluss aber wahrheitsgemäß über wesentliche Umstände informieren: tatsächliche Rentabilität der Partner, geschlossene Standorte und zentrale Risiken. Werden solche Angaben verschwiegen oder geschönt, kann das zur Kündigung und zu Schadensersatz berechtigen. Fragen Sie die Liste geschlossener Standorte und laufender Streitigkeiten selbst an.
Den Franchisevertrag prüfen lassen
Franchiseverträge sind meist zugunsten der Zentrale formuliert und enthalten strenge Vorgaben: Bezugsbindungen an bestimmte Lieferanten, Vorgaben zur Ausstattung und nachvertragliche Wettbewerbsverbote. Eine juristische Prüfung schützt vor einseitigen Bedingungen.
Finanzierung über die KfW
Die Investitionen für ein Franchise lassen sich mit Förderkrediten wie dem ERP-Gründerkredit – StartGeld der KfW finanzieren. Banken bewilligen Kredite für Franchisenehmer oft leichter, weil das Geschäftsmodell am Markt erprobt ist und standardisierte Finanzzahlen vorliegen.
Was Sie prüfen sollten
- Kontakte zu mindestens drei aktiven Franchisenehmern in Deutschland für ein unabhängiges Gespräch anfordern.
- Prüfen, ob die Marke des Systems beim DPMA eingetragen ist.
- Standort und Miete vor der Unterschrift unabhängig prüfen lassen.
- Den Vertragsentwurf von einer Anwältin für Franchiserecht prüfen lassen.
Beispielsituation
Ein Gründer plant ein Fitnessstudio im Franchise und entdeckt bei der Prüfung die Pflicht, Geräte nur über eine verbundene Firma mit 30 % Aufschlag zu kaufen; damit verhandelt er eine niedrigere Eintrittsgebühr.
Der nächste Schritt
Ein Franchise senkt die Startrisiken, kostet aber Selbstständigkeit; eine finanzielle Reserve für die ersten sechs Monate bleibt unverzichtbar.
Offizielle Informationen zum Thema
- Existenzgründungsportal: Aufbau eines Businessplans
- Make it in Germany: Unternehmensgründung
- Make it in Germany: Schritte zum Unternehmensstart
Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.