Eine Ablehnung des nationalen Visums ist ärgerlich, aber nicht endgültig. Seit dem 1. Juli 2025 hat das Auswärtige Amt das Remonstrationsverfahren für alle Visa abgeschafft. Es bleiben zwei Wege: ein neuer Antrag mit ergänzten Unterlagen oder eine Klage.
Die Gründe im Ablehnungsbescheid analysieren
Der Ablehnungsbescheid nennt die Gründe und enthält eine Rechtsbehelfsbelehrung. Typische Gründe sind Zweifel an der Qualifikation oder am Arbeitsvertrag, ein fehlender Finanzierungsnachweis oder unvollständige Unterlagen. Schreiben Sie jeden Punkt heraus und bestimmen Sie, mit welchem Dokument Sie ihn ausräumen können.
Ein neuer Antrag mit ergänzten Unterlagen
Oft ist ein neuer Antrag der schnellste Weg, wenn darin die Ablehnungsgründe beseitigt sind, etwa durch eine Zeugnisbewertung der ZAB oder ein ausführliches Schreiben des Arbeitgebers. Der neue Antrag wird vollständig neu geprüft. Wichtig ist deshalb, dass jeder Zweifel aus dem früheren Bescheid mit einem konkreten Nachweis ausgeräumt ist.
Klage beim Verwaltungsgericht Berlin
Halten Sie die Ablehnung für rechtswidrig, haben Sie einen Monat ab Zustellung des Bescheids Zeit für eine Klage; die Frist steht in der Rechtsbehelfsbelehrung. Für Klagen in Visumsachen ist allein das Verwaltungsgericht Berlin zuständig, unabhängig davon, wo der Antrag gestellt wurde, denn die Auslandsvertretungen gehören zum Auswärtigen Amt mit Sitz in Berlin.
Dauer und Eilfälle
Ein Gerichtsverfahren kann mehrere Monate dauern. In dringenden Fällen ist ein Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz möglich. Lassen Sie sich vor einer Klage von einer Fachanwältin oder einem Fachanwalt für Migrationsrecht beraten, um die Erfolgsaussichten einzuschätzen und zwischen Klage und neuem Antrag zu wählen.
Was Sie prüfen sollten
- Das Zustellungsdatum des Bescheids notieren: Ab dann läuft die Klagefrist von einem Monat.
- Alle Ablehnungsgründe herausschreiben und für jeden einen Nachweis suchen.
- Für Ihre Situation die Dauer eines neuen Antrags und eines Gerichtsverfahrens vergleichen.
- Vor Ablauf der Klagefrist anwaltlichen Rat einholen.
Beispielsituation
Ein IT-Spezialist erhält eine Ablehnung wegen Zweifeln an der Vergleichbarkeit seines Abschlusses, beantragt eine Zeugnisbewertung bei der ZAB, lässt sich vom Arbeitgeber die Stelle ausführlich beschreiben und stellt einen neuen Antrag, der bewilligt wird.
Der nächste Schritt
Eine Ablehnung ist ein Anlass, die Nachweise zu verbessern, nicht das Ende; die Remonstration gibt es nicht mehr, also entscheiden Sie zwischen neuem Antrag und Klage und behalten Sie die Monatsfrist im Blick.
Offizielle Informationen zum Thema
- Auswärtiges Amt: Visumbestimmungen und Antragsvoraussetzungen
- BAMF: Broschüre „Willkommen in Deutschland“
- Make it in Germany: Erste Schritte nach der Ankunft
Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.
Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.