Die Anmeldung einer Wohnung ist der erste und wichtigste Behördengang nach der Ankunft in Deutschland. Von ihr hängen die Steuer-ID, viele Bankdienstleistungen und weitere Behördengänge ab; die Meldebescheinigung verlangen oft Arbeitgeber, Bank und andere Stellen.

Die gesetzliche Frist von zwei Wochen (§ 17 BMG)

Das Bundesmeldegesetz verpflichtet Sie, sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug anzumelden. In Großstädten sind oft für Wochen keine Termine frei. Buchen Sie den nächsten verfügbaren Termin, bewahren Sie die Bestätigung auf und informieren Sie sich auf der Website Ihrer Behörde, wie sie mit einer Anmeldung nach Ablauf der zwei Wochen umgeht.

Die Unterlagen für den Termin im Bürgeramt

Meist brauchen Sie: gültige Pässe aller anzumeldenden Familienmitglieder mit Visum oder Aufenthaltstitel, bei Bedarf Heirats- und Geburtsurkunden (ausländische Urkunden oft mit Übersetzung) sowie die Wohnungsgeberbestätigung nach § 19 BMG. Ein Mietvertrag ersetzt sie nicht. Die genaue Liste steht auf der Seite Ihrer Behörde.

Das Anmeldeformular richtig ausfüllen

Im Formular stehen persönliche Angaben, die bisherige Adresse im Ausland, das Einzugsdatum und die Religionszugehörigkeit. Geben Sie an, der katholischen oder evangelischen Kirche anzugehören, behält der Arbeitgeber Kirchensteuer ein: 8 bis 9 % der Lohnsteuer, je nach Bundesland. Gehören Sie keiner solchen Religionsgemeinschaft an, wird das entsprechend vermerkt.

Meldebestätigung und Steuer-ID

Das Bürgeramt trägt Ihre Daten ins Melderegister ein und händigt meist sofort eine Meldebestätigung aus. Die Angaben gehen an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), das Ihnen Ihre dauerhafte Steuer-Identifikationsnummer per Post schickt.

Was Sie prüfen sollten

  • Gleich nach Festlegung des Ankunftsdatums einen Termin in einem Bürgeramt Ihrer Stadt buchen.
  • Die unterschriebene Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter einholen.
  • Klären, ob für Heirats- und Geburtsurkunden Übersetzungen und eine Apostille nötig sind, und sie rechtzeitig vorbereiten.
  • Die Meldebestätigung aufbewahren: Sie wird bei vielen Stellen gebraucht.

Beispielsituation

Eine Familie meldet sich im Bürgeramt Charlottenburg in Berlin in 15 Minuten mit der Wohnungsgeberbestätigung an und erhält die Meldebestätigungen für den Arbeitgeber.

Der nächste Schritt

Die Anmeldung setzt alle weiteren Behördengänge in Gang; buchen Sie den Termin früh und prüfen Sie die Schreibweise der Namen in der Bestätigung.

Offizielle Informationen zum Thema

Checklisten und Beispiele sind organisatorische Empfehlungen. Die Anforderungen hängen vom Verfahren, von der Stadt und von Ihrer Situation ab; gleichen Sie sie vor dem Handeln mit der zuständigen Stelle ab. Rechts- und Steuerfragen besprechen Sie bitte mit einer dazu befugten Fachperson.

Dieser Artikel wurde mithilfe von KI erstellt. Das Beispiel veranschaulicht die Vorgehensweise und beschreibt keinen Kundenfall.